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Mittlerweile gibt es Messungen und Beobachtungen der Veränderungen im Ozon, welche über der Antarktis auftreten. Derartige Messungen stammen von bodengestützten Instrumenten der antarktischen Forschungsstationen, von Flugzeugen während wissenschaftlicher Forschungsflüge und von Satelliten.
Ozonverlust wurde erstmals in der Stratosphäre über der Antarktis registriert (vgl. Teil I). Obwohl man auch Ozonzerstörung in mittleren Breiten und über der Arktis beobachtet hat, ist der Verlust am dramatischsten in der unteren Stratosphäre über dem antarktischen Kontinent, wo fast das gesamte Ozon in einem Gebiet der Größe der Antarktis innerhalb einer viele Kilometer dicken Schicht verschwindet.
The Graphik rechts zeigt das gemessene Totalozon über der Halley Bay Station in der Antarktis. Jeder Punkt repräsentiert das mittlere Totalozon des Monats Oktober. Bemerkenswert ist die plötzliche Änderung der Kurve nach ca. 1975. 1994 erreichte das Totalozon im Oktober weniger als die Hälfte seines Wertes der 70er Jahre, 20 Jahre zuvor. Dieser dramatische Verlust an Ozon war die Folge des Einsatzes menschengemachter Chemikalien, bekannt als 'Halogene', welche die berühmten FCKWs umfassen, die man üblicherweise in Kühlschränken usw. einsetzt. Diese FCKWs verbreiteten sich nun in die obere Atmosphäre, wo die viel stärkere UV-Strahlung sie in ihre Bestandteile zerlegt hatte. Dies setzte die möglicherweise schädlichen Chlor- (und Brom-)Atome frei, welche unter günstigen Bedingungen Ozon zerstören können. Wir erfahren mehr über Ozonverlust in Teil III dieser Tour.
Ozonmessungen wurden regelmäßig viele Jahre lang von der Halley Bay Forschungsstation aus durchgeführt. Die Ozonzerstörung ist am stärksten im antarktischen Frühjahr, um den Monat Oktober herum.
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Inline-Animation der TOMS Ozonmessungen von Nov. 1978 bis Jan. 1992 (3.7 Mb) | |
| MPEG-Animation der TOMS Ozonmessungen von Nov. 1978 bis Jan. 1992 (1 Mb) |
Das TOMS-Instrument mißt Ozonkonzentrationen mittels rückgestreutem Sonnenlicht, inbesondere im UV-Bereich. Es nimmt Bandbreiten von Wellenlängen auf, welche bei 312.5, 317.5, 331.3, 339.9, 360.0 and 380.0 Nanometern ihren Mittelpunkt haben. Die ersten vier Wellenlängen werden mehr oder weniger stark vom Ozon absorbiert; die letzten zwei nutzt man zur Bestimmung der Reflektivität. Das berechnete Ozon stellt die 'Ozonsäule' dar (d. h. es wird in Dobson-Einheiten oder kurz DU angegeben).
Während des antarktischen Winters (Mai - Juli) gibt es keine Daten in der nahen Umgebung des Pols, welcher sich in vollständiger Dunkelheit befindet.
Weitere Informationen finden Sie auf der TOMS Homepage.
Von großer Bedeutung ist, daß sich die Atmosphäre von Jahr zu Jahr unterschiedlich verhält. Obwohl die gleichen Prozesse jedes Jahr zur Ozonzerstörung führen, hängt ihre Wirkung von der meteorologischen Situation über der Antarktis ab. Dieses bezeichnet man als 'Variabilität' der Atmosphäre. Es führt zu Veränderungen des Ausmaßes der Ozonzerstörung einerseits, und der Zeitpunkte, wann die Zerstörung einsetzt und endet andererseits. Als Illustration sind unten die Monatsmittel für Oktober von 1980 bis 1991 angeführt.
Sie erhalten ein größeres Bild, wenn Sie es anklicken.
Teil III. Die Wissenschaft des Ozonlochs
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© 1999.
Centre for Atmospheric Science, Universität Cambridge, GB.
Text und Graphiken dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung benutzt oder vervielfältigt werden.
Entwurf und Unterhalt:
Dr. Glenn Carver.
Ursprüngliches Konzept and Design Owen Garrett.
Deutsche Übersetzung: Dr. Olaf Morgenstern